Vol. III · Mai 2026 FERROXID ·
FERROXID Praxis-Magazin für Korrosionsschutz und Metallpflege. — Bd. iii —
Über das Magazin

FERROXID — Korrosionsschutz als Verfahren.

FERROXID ist ein wöchentlich erscheinendes Praxis-Magazin zum Korrosionsschutz an Stahl, in deutscher Sprache. Wir schreiben über das, was an der Werkbank passiert: über Rostumwandler und ihre Reaktionschemie, über Beschichtungssysteme und Schichtaufbauten, über mechanische Vorbereitung mit Bürste, Schleifpapier und Strahlmittel, über Hohlraumkonservierung mit Sondendüse und Werkstattlampe — und über die Material-Chemie, die jedem dieser Verfahren zugrunde liegt. Kein Shop, kein Vergleichsportal, kein Bewertungsforum. Ein Magazin, das jede Woche erscheint und sich an Leute richtet, die Rost nicht als ärgerliches Marketingthema verstehen, sondern als technisches Problem, das sich mit Methode lösen lässt.

Der Takt ist wöchentlich. Acht Ressorts — Rostumwandler, Rostschutzfarbe, Mechanische Entrostung, Hohlraumschutz, Restaurierung, Garten-Metall, Auto-Korrosion, Material-Chemie — bilden das Gerüst, in dem wir kontinuierlich publizieren. Nicht jede Ausgabe füllt alle acht Felder; manchmal verdichten sich drei Aufsätze um ein einzelnes Verfahren, manchmal hängt eine ganze Woche an einer Falzkorrosion. Die aktuelle Mai-2026-Ausgabe hat ihren Schwerpunkt bei Zink-Grundierungen im 2K-System und bei der Hohlraumkonservierung an älteren Karosserien, mit Seitenblicken auf Cortenstahl-Möbel im Garten und auf einen längeren Text zur Galvanik in der Werkstatt.

Gegründet wurde das Magazin 2017, als Reaktion auf eine Beschichtungslandschaft, die immer bunter beworben, aber selten methodisch erklärt wurde. Was als Materialsammlung für die eigene Werkstatt begann, ist seither zu einer fortlaufenden Publikation geworden: FERROXID erscheint seit neun Jahren ohne Unterbrechung wöchentlich. Der Name spielt auf das Eisenoxid an, das wir behandeln — nicht auf ein Produkt und nicht auf eine Marke. Wir sind redaktionell unabhängig und nehmen keine Affiliate-Vergütungen.

Was uns inhaltlich interessiert, ist die Spannung zwischen Materialchemie und handwerklicher Praxis. Phosphorsäure wandelt rotbraunes Eisen(III)-oxid in graues Eisenphosphat; Gerbsäure bildet schwarzes Eisentannat; ein Zinkstaub-Anstrich wirkt kathodisch, eine Eisenglimmer-Zwischenschicht reflektiert UV-Strahlung und verlängert die Lebensdauer des Decklacks. Wer diese Mechanismen versteht, wählt sein Verfahren nach Aufgabe, nicht nach Verpackungsfarbe. Die wichtigsten Werkzeuge des Korrosionsschutzes sind für uns Schichtdickenmessgerät, Drehmomentschrauber und Sondendüse — nicht die nächste Hochglanzbroschüre.

Geschrieben ist FERROXID für Restauratoren, die einen Oldtimer ehrlich retten wollen, für Werkstatt-Praktiker, die zwischen zwei Kunden trotzdem etwas lesen wollen, für Bootseigner und Garten-Bauer, die mit Salzwasser und Witterung umgehen müssen, und für Berufsausbilder, die Material für ihre Lehrlinge suchen. Wir setzen Lesefreude an chemischen Formeln voraus, aber kein Chemie-Diplom; ein Korrosionsschutz-Ingenieur wird hier nichts grundsätzlich Neues lernen, ein engagierter Schrauber vielleicht schon.

Gastbeiträge

FERROXID nimmt Gastbeiträge an. Wer einen Aufsatz geschrieben hat — Verfahrensbericht, Materialvergleich, Schadensanalyse, Werkstatt-Reportage — und ihn bei uns sehen möchte, schickt eine Schreibprobe an [email protected]. Wir antworten in der Regel innerhalb einer Woche und honorieren angenommene Beiträge nach festen Sätzen. Kürze ist kein Nachteil, ein Schichtaufbau-Diagramm sagt mehr als drei Absätze Prosa, und wer mit Schichtdickenwerten in µm arbeitet, hat schon gewonnen.

Korrosion ist für uns kein Marketingthema. Es ist die langsame, gut dokumentierte Reaktion, in der ein hundert Jahre alter Stahlträger am Dienstagnachmittag in einer Werkstatt in Solingen noch immer am Werkstück überprüft wird.